Schritt 2: Arbeit in den 7 Bereichen

Bei "keep it cool" sind 7 Bereiche definiert, mit welchen die meisten CO2-Emissionen des Alltags für verschiedene Ebenen der Gesellschaft abgedeckt werden können. Diese Bereiche können frei gewählt werden - man kann nur einen monitoren bis hin zu alle Bereiche zusammen.

Lebensmittel

Der Ansatz bei "keep it cool" ist folgender: Nahrung zu sich nehmen muss jeder, und da die Herkunft und Herstellung der Lebensmittel in unserer globalisierten Gesellschaft sehr komplex und mannigfaltig ist, ist es nicht sinnvoll alle Lebensmittel zu tracken und jede Tasse Kaffee, jeden Kaugummi oder ein Snack zwischendurch zu notieren. Aber es ist bekannt, dass
  • die Fleisch- und Milchprodukteproduktion überproportional viel CO2 emittiert
  • in der westlichen Gesellschaft zu viel Fleisch konsumiert wird.
Daher werden bei "keep it cool" nur tierische Lebensmittel getrackt. Alle anderen Lebensmittel tragen vergleichsweise wenig CO2-Emissionen und werden über einfache allgemeine Einstellungen abgeschätzt - von irgendetwas müssen wir ja auch leben!!

Weiters werden über die Einstellungen die Faktoren zu Regionalität und Saisonalität von Lebensmitteln in die CO2-Emissionen ein. Somit ist der Aufwand für das  Moitoring gering und trotzdem effizient!

Mobilität

Mobilität ist in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken - Mobilität ist zum Dogma geworden. Das hat in den letzten 60 Jahren gut funktioniert und uns Freiheiten und Räume eröffnet, aber auch Lärm, Landschaftszerstörung und Umweltverschmutzung gebracht. Ein Umdenken in Richtung nachhaltigem Verkehr ist daher angebracht.

Es geht daher darum, die km-Leistung der Fahrzeugflotte zu erfassen und zu reduzieren - je weniger gefahren wird oder je mehr E-Autos unterwegs sind, desto weniger CO2 wird in die Luft geblasen.

In "keep it cool" wird nicht jede einzelne Fahrt mit dem Auto eintragen, sondern hier geht es darum, die gefahrenen Kilometer in Zeitabschnitten (z.B. 2 Wochen anhand des km-Standes am Tachometer) aufzuzeichnen und zu reduzieren. Der Aufwand für das Tracken wird somit sehr gering, Änderungen im Verhalten können trotzdem gut verfolgt werden.

Urlaub & Flüge

Flüge sind heutzutage zum Teil spottbillig - was liegt näher als schnell mal um 100€ am Wochenende fremde Städte zu besuchen? Leider spiegelt der Preis der Flugreisen in keinster Weise die Umweltkosten wider.

Es ist daher notwendig, die Anzahl der Flugreisen so lange zu minimieren, bis alternative Antriebstechnologien entwickelt und Reisemöglichkeiten etabliert sind und sich durchgesetzt haben.

CO2-bewußtes Verhalten bei Flügen und Reisen bringt wirklich viel - du wirst überrascht sein!

Konsum

Konsum ist wichtig - wir benötigen ja auch viele Dinge im täglichen Leben und Konsum hält unser Wirtschaftssystem am Laufen. Wer kennt das nicht: schnell mal etwas kaufen, weil man dazu Lust hat oder weil man sich auch etwas gönnen will? Und wer kann schon der Werbung gänzlich widerstehen?

Mit der App "Keep it cool" erfährst du, welche CO2-Emissionen durch das Konsumverhalten entstehen und wie der  Konsum in neue Bahnen gelenkt werden kann ohne an gefühlter Lebensqualität einzubüßen.

Wohnen

Vielen ist nicht bewusst, welche CO2-Emissionen durch Heizung, Kochen und stromfressende Elektrogeräte verursacht werden. Aber schon einfache Maßnahmen (z.B. nicht jeden Tag groß aufkochen, den Geschirrspüler nur voll einschalten) können den Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen deutlich senken.

Mit Investitionen in Gebäudedämmung, neue Heizungsanlagen und PV-Anlagen kann sehr viel CO2 im laufenden Betrieb eingespart werden.

Investitionen

Große, langfristige Anschaffungen (Wohnung, Auto, Maschinen, Geräte,...) sind nicht nur teuer, sondern haben meist auch hohe CO2-Emissionen. Aber auch wenn eine sinnvolle Anschaffung CO2-intensiv ist, durch einen CO2-ärmeren Betrieb wird eine signifikante Reduktion erreicht. Es ist daher wichtig, dass die CO2-Bilanz von Investitionen über den gesamten Lebenszyklus (Ankauf - Betrieb - Entsorgung) berücksichtigt wird.

Bei "keep it cool" findest du Informationen zu CO2-Bilanzen von Investitionen wie Autos, Geräten und Werkzeugen, Handys, Computer, Kleidung und Freizeitausrüstung bis hin zum Bau eines Hauses, Installation von Photovoltaikanlagen etc.

Kompensation

Keiner kann ernsthaft verlangen, die CO2-Emissionen von einem Tag auf den anderen auf "0" zu bringen, das wäre unseriös, schon alleine deshalb, weil man Teil einer Gesellschaft und eines Wirtschaftssystems ist, welche auf fossile Energieträger angewiesen sind.

Mit Kompensation kannst du nach deinem Gutdünken in Vorhaben investieren (Spenden), die direkten Einfluss auf die CO2-Reduktion haben, und so deine eigene CO2-Reduktion und deine CO2-Bilanz vorantreiben.

Aber bedenke: die Kompensation ist nicht dazu gedacht, dass du in den anderen Bereichen untätig bleibst - nur weil es für dich bequem ist und es du dir leisten kannst!

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